Symposium der

Deutschen Gesellschaft für Humanökologie (DGH)

2021

 

 6. - 8. Mai 2021 via Zoom

 

Resilienz der Ernährung von Ballungsräumen

Systemökologische Perspektiven

 

Inhalt der Tagung

 

SARS CoV2 und seine Mutanten verändern unsere Gesellschaft durch die Krankheit COVID-19. „Distancing“ als Leitidee im Kleinen und umfassende Lockdowns bis hin zu Reisebeschränkungen ändern unsere Sozialordnung.


Im Lockdown wurde Ernährungssicherheit auch für Industrieländer relevant. Grenzschließungen - auch aus anderen Gründen - zeigten die Vulnerabilität unserer Versorgungsstrukturen. Nicht genug: Der Corona-Krise wird eine globale Wirtschaftskrise folgen mit Verlust der sozialen Stabilität und Diversität im Wirtschaftsleben (KMU-Konkurse), und zunehmend wird die Klimakrise in Form von Extremwetterlagen, einen starken sozioökologischen Stress erzeugen.


Wie kann unter diesen rapide eingetretenen Veränderungen nachhaltige Entwicklung gestaltet werden, insbesondere was die Ernährung von Ballungsgebieten betrifft?

Grundlegend bedeuten die Ziele der nachhaltigen Entwicklung eine möglichst regionale und saisonale Ernährungsform und die Bewahrung historisch gewachsener Agrar-Kulturlandschaften durch Landbewirtschaftung, die agrarökologisch weit über den Ökolandbau hinausgeht. Neben hochwertigen Lebensmitteln können durch nachhaltige Anbautechniken viele Ökosystemleistungen geschaffen werden, die auch Städten eine stärkere Resilienz ermöglichen.

Aber: Regionale, nachhaltige Landwirtschaft wird durch den Klimawandel mit Spätfrösten, Trockenperioden, Hitzeperioden, Starkregen u.a. Extremwetterlagen in Frage gestellt. Die regionalen Versorgungsstrukturen, insbesondere von Großstädten, wird jetzt schon dadurch zusätzlich belastet.
Auf der Jahrestagung 2021 wollen wir in Fortsetzung der DGH-Herbsttagung 2020 folgende Aspekte eines multipel resilienten „pro-ökologischen“ Ernährungssystems beleuchten:

  • Konsum: Was ist gesund und ökologisch passend?
  • Regionalität: Woher sollten welche Lebensmittel kommen?
  • Saisonalität: Wann können welche Lebensmittel genutzt werden?
  • Produktionssystem: Welche Anbausysteme sind resilient und zukunftsfähig?
  • Welche Rolle spielen Biotechnologie und Digitalisierung?

Diese Fragenkomplexe wollen wir auf der Basis von Impulsreferaten integrativ-systemisch betrachten und diskutieren.

 

Die Beschreibung des Tagungsinhaltes sowie das Programm finden Sie hier auch als PDF-Datei.

Zudem finden Sie hier einen abschließenden Bericht sowie eine Literaturliste zur Tagung.